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Laufbahnqualifizierende Zusatzausbildung für den

mittleren Justizdienst

(Justizfachwirtin / Justizfachwirt)

 

Bereits seit drei Jahren ist die Weiterqualifizierung von Justiz(fach)angestellten die einzige Möglichkeit, neue mittlere Beamtinnen und Beamte (Justizfachwirte) zu gewinnen.

Wir werden daher zum 4. Februar 2019 für den Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart erneut die laufbahnqualifizierende Zusatzausbildung für den mittleren Justizdienst an­bieten.

Im Rahmen einer sechsmonatigen Zusatzausbildung erwerben die Teilnehme­rinnen und Teilnehmer die Laufbahnbefähigung für den mittleren Justizdienst. Die Zusatzausbildung gliedert sich in einen fachtheoretischen Lehrgang von mindestens vier Monaten und eine Praxisphase von höchstens zwei Monaten.

Die spätere Übernahme in das Beamtenverhältnis setzt die erfolgreiche Teil­nahme an der schriftlichen Prüfung voraus, welche am Ende des fachtheoreti­schen Lehrgangs steht.

Im Rahmen der sich anschließenden Praxisphase werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zielgerichtet auf die - in aller Regel - stattfindende Übertragung eines neuen Dienstpostens bzw. neuer Aufgaben vorbereitet.

Ziel der Zusatzausbildung, die wir leistungsstarken Justiz(fach)angestellten er­möglichen wollen, ist es, das in den jeweiligen Ausbildungen vermittelte und während der beruflichen Praxis erworbene Wissen zu vertiefen. Zudem sollen weitere Kenntnisse und Fertigkeiten zur Ausübung von herausgehobenen Auf­gaben erworben werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind darüber hinaus verpflichtet, durch gewissenhaftes Selbststudium ihr Fachwissen zu erweitern. Sie erhalten wäh­rend der Dauer der sechsmonatigen Zusatzausbildung ihr bisheriges Gehalt, eine Änderung der Eingruppierung erfolgt nicht.

Bewerben können sich leistungsstarke Justizangestellte und Justizfachange­stellte, die die in § 3 der Verordnung des Justizministeriums über die laufbahn­qualifizierende Zusatzausbildung und Prüfung für den mittleren Justizdienst (Zu­satzausbildungs- und Prüfungsordnung für den mittleren Justizdienst - ZaPrO­mDJu) vom 25. November 2014 genannten Voraussetzungen (Anlage 1) erfül­len.

Des Weiteren müssen die Interessentinnen und Interessenten die persönlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis erfüllen (Anlage 2) und nach ärztlichem Zeugnis über die erforderliche körperliche Eignung oder als schwerbehinderter Mensch über ein Mindestmaß an gesundheitlicher Eignung für die Aufgaben des mittleren Justizdienstes verfügen.

Die Auswahl und Zulassung der Bewerberinnen und Bewerber erfolgt durch das Oberlandesgericht.

Der Bewerbung sind beizufügen: 

  1. ein tabellarischer Lebenslauf
  2. ein aktuelles Lichtbild in Passbildgröße
  3. Abschriften des Schulabschlusszeugnisses
  4. Abschriften von Zeugnissen und Nachweisen über Beschäftigungen seit der Schulentlassung
  5. eine Geburtsurkunde und eine Kopie der Ausweispapiere.

Die vollständigen Bewerbungen bitten wir auf dem Dienstweg bis spätestens 30. April 2018 dem Oberlandesgericht vorzulegen.

Der Bewerbung ist von der Dienststelle eine eingehende Stellungnahme über Eignung, Befähigung und fachliche Leistung sowie die voraussichtliche Eignung der Bewerberin oder des Bewerbers für den mittleren Justizdienst beizufügen. Die Stellungnahme kann bis 31. Mai 2018 nachgereicht werden.

Für die Teilnahme an der laufbahnqualifizierenden Maßnahme sind bestimmte Grundlagenkenntnisse erforderlich. Ein Katalog der Kenntnisse, die für die Ab- solvierung der laufbahnqualifizierenden Maßnahme als Grundlagenwissen vorausgesetzt werden, finden Sie unten. 

Es ist beabsichtigt, die Bewerberinnen und Bewerber in der Zeit vom 11. Juni 2018 bis 22. Juni 2018 zu einem Vorstel­lungsgespräch mit schriftlicher Befragung beim Oberlandesge­richt einzuladen.

Die Zusatzausbildung steht insbesondere auch befristet Beschäftigten offen.

Falls es die personalwirtschaftlichen Möglichkeiten zulassen, wird eine ortsnahe Beschäftigung in Aussicht gestellt.

Für die Beamtung gilt § 48 LHO.


Katalog der Kenntnisse, die zur Absolvierung der laufbahnqualifizierenden
Zusatzausbildung zum mittleren Justizdienst als Grundlagenwissen voraus-
gesetzt werden:

Grundsätzlich wird das in der Ausbildung zur Justiz(fach)angestellten erwor-
bene Wissen vorausgesetzt, u. a.

- Aufbau der Gerichtsbarkeiten einschließlich Instanzenzüge und Besetzung

- Personen der Rechtspflege einschließlich Ablehnung und Ausschließung 
  von Gerichtspersonen

- Grundzüge des Zivil-, Straf- und Familienverfahrens einschl. Verfahrenskosten

  • Parteien und sonstige Beteiligte eines Verfahrens (einschließlich Personen- und Kapitalgesellschaften mit wesentlichen rechtlichen Merkmalen und deren Vertretung)
  • Partei- und Prozessfähigkeit
  • Anwalts- und Parteiprozess
  • Überblick über den Gang eines erstinstanzlichen Verfahrens einschließlich mögliche Verfahrensarten, Verfahrensgrundsätze und Beweismittel
  • Grundlagen für die Fertigung von Sitzungsprotokollen

- Zustellungsrecht

- Fristen und Rechtsmittel einschl. Rechtskraft

- Voraussetzungen der Zwangsvollstreckung

- Grundzüge des BGB, insbesondere zu Rechts- und Geschäftsfähigkeit, Rechtsgeschäften, Verjährung

- Allgemeine Grundsätze des Geschäftsganges einschließlich der entsprechenden Vorschriften, insbesondere Aktenordnung, Aufbewahrungsbestimmungen

- Verwandtschaft, Abstammung

- Grundlagen der gesetzlichen Erbfolge

- Voraussetzungen und Formen der gewillkürten Erbfolge

- Aufbau und möglicher Inhalt eines Grundbuchs anhand von Beispielen.

Die für die Bearbeitung erforderlichen Gesetzestexte werden Ihnen zur Verfügung gestellt.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich hierbei nicht um vollständige
Gesetzessammlungen, sondern lediglich um einzelne wenige Vorschriften handelt.
Der überwiegende Teil der Aufgaben ist ohne Hilfsmittel zu lösen.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen Frau Falkenhain, Tel. 0711 212-3232 oder E-Mail: kathrin.falkenhain@olgstuttgart.justiz.bwl.de zur Verfügung.

Anlage 1 

Anlage 2

Der erste fachtheoretische Lehrgang der laufbahnqualifizierenden Zusatzausbildung für den mittleren Justizdienst endete am 15. Juli 2015.

Nachfolgend das Stimmungsbild der Teilnehmerinnen auf die Frage, ob sie die Ausbildung empfehlen würden:

"Ja, es ist eine gute Möglichkeit, altes Wissen aufzufrischen und neues Wissen anzueignen."

"Ja, im Hinblick auf die Aufstiegsmöglichkeiten würde ich diese Ausbildung jedem empfehlen."

"Ich würde die Ausbildung empfehlen, weil es eine gute Chance ist, sein Wissen zu erweitern und aufzusteigen."

"Ich würde die Ausbildung weiterempfehlen, da man hinterher die Chance hat, verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen und Aufstiegsmöglichkeiten hat, die man als Angestellte nicht hat."

"Ich würde die Ausbildung empfehlen, weil es eine gute Chance ist, sich weiterzuqualifizieren und weiterzubilden."

"Ich würde die Ausbildung weiterempfehlen, weil die Dozenten freundlich und sehr geeignet sind. Es wird viel Wissen in der kurzen Zeit vermittelt."

"Ich würde die Ausbildung empfehlen, weil man in kurzer Zeit vom befristeten Arbeitsverhältnis in ein Beamtenverhältnis aufsteigen kann."

"Ich würde die Ausbildung empfehlen, weil sie machbar ist; es ist eine gute Chance, sich weiterzuqualifizieren bzw. sich weiterzubilden."

"Ja, weil es eine tolle Chance ist. Die Zeit bis zur Prüfung ist zwar anstrengend, aber wenn man die Prüfung am Ende besteht, hat es sich wirklich gelohnt."

"Ja, es ist eine tolle Sache, dass man mit dieser Ausbildung in unserem Berufsfeld mehr erreichen kann."

  

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Ansprechpartner:

Referentin:

Frau Falkenhain / Frau Kuhn
Telefon: 0711/212-3232
E-Mail: kathrin.falkenhain@olgstuttgart.justiz.bwl.deKatrin.Kuhn@OLGStuttgart.JUSTIZ.BWL.DE 

Sachbearbeiterin:

Frau Limpp
Telefon: 0711/212-3092
E-Mail: Nina.Limpp@OLGStuttgart.justiz.bwl.de
(Montag - Freitag jeweils vormittags)

 

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